Tag der Pflege am 12. Mai: NÖs Senioren fordern Pflegereform, die mehr als notwendig ist

Wichtige Schritte in NÖ umgesetzt, Ministerium lässt auf sich warten

„Wir drängen schon seit längerer Zeit auf die Umsetzung einer Pflegereform, die Bevölkerung wird älter, die Belastung des Pflegepersonals und der Familienangehörigen, die diese Aufgabe übernehmen, wird immer größer, die Hilfe lässt auf sich warten“, übt der Landesobmann von NÖs Senioren, Präs. a D. Herbert Nowohradsky, Kritik an den säumigen Sozialministern.

Wie teilt sich Pflege auf?

Auf welche Betreuungsformen verteilt sich die Pflege: 10% stationär in Pflegeheimen, 19% werden von mobilen Diensten versorgt, neun Prozent von 24-Stunden-Betreuern und über 60 % im Kreis der Familie. „Der Wunsch, in den eigenen vier Wänden alt zu werden, ist riesengroß, über 90% wollen das“, so Nowohradsky.

Der Druck auf das Pflegepersonal und die Angehörigen steigt, es fehlen die notwendigen Unterstützungen. „Es müssen die 24-Stunden-Agenturen einer Qualitätssicherung unterliegen, die Ausbildung und Entlohnung des Personals muss besser und vielfältiger werden, so die Kritik.

Finanzielle Unterstützung in Niederösterreich

„Niederösterreich geht einen vorbildlichen Weg. Gemeinsam mit unserer Landeshauptfrau Johanna Mikl Leitner und der Landesrätin Christiane Teschl Hofmeister haben wir erreicht, dass die Ausbildung von der Pflegeassistenz bis zum Diplom mit 420 Euro pro Monat unterstützt wird, auch das Schulgeld wird bis zu 130 Euro pro Monat ersetzt“, sieht Nowohradsky erfolgreiche Wege im Bundesland. Erfolge gebe es auch bei neuen Ausbildungswegen in Landwirtschaftlichen Fachschulen und Fachhochschulen.

Nowohradsky: „Es ist bewundernswert, dass immer noch der Großteil der Betreuung von Familienmitgliedern erledigt werden kann, aber die Belastungen werden größer, der Bedarf an Pflegepersonal steigt im gleichen Ausmaß. Es muss rasch gehandelt werden.“

Neue Wege in der Pflege – dringende Reformen sind notwendig. Gemeinsam machen Landesrätin Christiane Teschl Hofmeister und Landesobmann Präs. a. D. Herbert Nowohradsky von den NÖs Senioren für Niederösterreich ihre Hausaufgaben. Das Sozialministerium blieb bisher viel schuldig.