Korosec zu Pensionsanpassung 2022: „Volle Inflationsabgeltung für alle Pensionen erreicht“

Seniorenbund-Präsidentin erwartet von der Bundesregierung in den kommenden Monaten weitere, umfassende Maßnahmen zur Bekämpfung von Altersarmut.

„Es ist gelungen, die volle Inflationsanpassung von 1,8 Prozent für alle Pensionen durchzusetzen. Damit ist nach mehreren Jahren das erste Mal dem Versicherungsprinzip Rechnung getragen worden, wonach allen Pensionen die volle Inflationsanpassung zusteht“, kommentiert Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec die heute von der Bundesregierung verkündete Anpassung der Pensionen für 2022.

Die stärkere Erhöhung nur für Pensionen bis 1000 Euro und nicht bis zur Armutsgrenze von 1138 Euro sowie die rasche Abflachung auf die Inflationsrate sind für Korosec jedoch Wermutstropfen, besonders im Lichte der starken Teuerung und der weiterhin notwendigen Bekämpfung von Altersarmut. „Allerdings ist Armutsbekämpfung natürlich weitaus breiter und facettenreicher als die Pensionserhöhung alleine“, betont sie.

Die Seniorenbund-Präsidentin forciert deshalb weitere, umfassende Maßnahmen zur Bekämpfung der Altersarmut. „Dafür wurde im heutigen Telefonat mit Bundeskanzler Sebastian Kurz festgelegt, ehestmöglich einen gemeinsamen Termin mit den Seniorenratspräsidenten zu finden. Die Bundesregierung hat sich der Halbierung der Altersarmut bis 2024 verschrieben. Ich erwarte mir daher konkrete Schritte in den kommenden Monaten“, macht Korosec deutlich.