Gürtelrose durch Impfung verhindern
Gürtelrose kann jeden von uns unerwartet treffen. Pro Jahr sind es mehr als 40.000 Personen, die davon betroffen sind. Die Folgen einer Gürtelroseerkrankung sind völlig unberechenbar und können von Langzeitfolgen bis hin zu einem Schlaganfall führen.
Ein effizienter Schutz wäre eine Impfung. Die Kosten von € 500,- für diese Impfung sind für viele Menschen jedoch eine zu hohe finanzielle Belastung, bei einem Ehepaar sind dies € 1000,-. Dabei ist zu bedenken, dass die Durchschnittspension bei Frauen rund € 1400 brutto beträgt. Gerade in Zeiten wo verstärkt über Sparen gesprochen wird, sollte man dies berücksichtigen.
Die Gürtelrose verursacht im Jahr mehr als 24 Millionen Euro für Krankenhausaufenthalte und 8 Millionen Euro für Medikamente und Arztbesuche.
"Daher unterstützen wir die Forderung unserer Präsidentin Ingrid Korosec, Erwachsenen Impfungen in das Gratis-Impfprogramm aufzunehmen und den Menschen in Österreich ab 50 Jahren eine kostenlose Impfung gegen Gürtelrose zu ermöglichen", schlägt Landesobmann, Präs. a. D. Herbert Nowohradsky vor. "Wir sind der Überzeugung, dass sich eine Kostenübernahme für die Impfung lohnen würde und somit die Steuerzahler entlastet".
Hintergrund zur Krankheit: Jeder Mensch, der schon einmal Windpocken hatte, kann später eine Gürtelrose bekommen. Beide Erkrankungen werden durch dieselben Viren verursacht, die sogenannten Varizella-Zoster-Viren. Nach einer Infektion mit Windpocken (Varizellen) bleiben diese Viren im Körper. Viele Jahre später können sie wieder aktiv werden und eine Gürtelrose (Herpes Zoster) auslösen: einen meist streifenförmigen Hautausschlag mit Bläschen, der häufig sehr schmerzhaft ist. Der Ausschlag tritt in der Regel nur auf einer Körperhälfte auf. Die Gürtelrose ist vor allem bei älteren Menschen eine recht häufige Erkrankung. Sie kann sehr unangenehm sein. Solange keine Komplikationen auftreten, ist sie meist nach zwei bis vier Wochen überstanden.
